Millenials

Der Begriff „Millenials“, abgeleitet von dem englischen Wort „Millenial“ = Jahrtausendewende, bezeichnet die Generation der nach 1980 Geborenen (siehe auch Generation Y, MTV-Generation oder Generation WLAN). Bekannt wurde die Bezeichnung durch die beiden Autoren Neil Howe und William Strauss, die in ihrem Buch „Millenials Rising“ ein positives Bild der heute 20- bis 30-Jährigen zeichnen.



Die Millenials 

Den Autoren zufolge heben sich die Millenials deutlich von anderen Generationen ab. Sie zeigten vor allem positive Verhaltensweisen, die ihre Elterngeneration nicht unbedingt mit dem Stichwort „Jugend“ verbinde. Anstatt verstockt, rebellisch, pessimistisch oder egoistisch aufzutreten, zeichne die Millenials Optimismus, Vertrauen in die Zukunft und die eigene Stärke, Kooperation und Teamfähigkeit sowie die Akzeptanz von Autoritäten und Regeln aus. Howe und Strauss beschreiben sie als „Macher“, die dem Zynismus und Pessimismus der „Null-Bock-Generation“ mit einer positiven „can-do-Attitude“ begegnen: „the Millenials Generation will entirely recast the image of youth from downbeat and alienated to upbeat and engaged“. 

Den ebenfalls verbreiteten Begriff „Generation Y“ lehnen Howe und Strauss ab. Der Grund: Er impliziere, dass die Millenials direkte Nachfolger der Generation X seien und Verhaltensmuster ihrer Eltern weiterentwickeln würden. Doch ebenso wenig wie die Zukunft eine lineare Fortsetzung der Vergangenheit sei, lasse sich eine Generation als Weiterentwicklung ihrer Vorgänger beschreiben, argumentieren die Autoren. 


Erwartungen an Arbeitgeber

Welche Erwartungen die Millenials an ihre Arbeitgeber haben, beschreiben Howe und Strauss auf ihrer Website www.millenialsrising.com: „They will offer loyalty and expect it in return. They will seek worklife balance and engage in longterm career planning. They will revive unionism and seek more standard pay scales and benefit packages.”

Inwieweit sich europäische Arbeitgeber bereits auf die Millenials eingestellt haben, haben die Berater von Forrester Consulting im Auftrag des IT-Unternehmens Xerox in der Studie „Ist Europa bereit für die Millenials?“ untersucht. Im Jahr 2006 führte Forrester eine Online-Befragung durch, an der 1.250 Manager aus 16 europäischen Ländern teilnahmen.

Die Studie beschreibt die Millenials als Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, was ihre Arbeitsweise prägt:


Von ihren Arbeitgebern erwarten die Millenials Forrester zufolge:


Der Studie zufolge gehen europäische Unternehmen im Durchschnitt davon aus, recht gut auf die Millenials vorbereitet zu sein. Zumindest gaben 91 Prozent der von Forrester befragten Manager an, ihnen sei durchaus bewusst, dass die nachfolgende Generation einen eigenen Arbeitsstil habe. 73 Prozent glauben, dass sich ihr Unternehmen bereits auf die Millenials eingestellt habe. Allerdings zeigte die Studie erhebliche branchen- und länderspezifische Unterschiede. So stimmten nur 55 Prozent der Befragten aus dem traditionell eher konservativen Finanzsektor und der Industriebranche der Aussage zu, dass ihre Organisation schon auf die Millenials reagiere.

73 Prozent der Befragten aus Österreich und 77 der Teilnehmer aus Deutschland gehen davon aus, dass sich ihr Unternehmen auf die veränderten Bedürfnisse der Millenials eingestellt habe. Besonders unvorbereitet auf die neue Generation sind laut Forrester Unternehmen in Finnland, Dänemark und Irland.


Literatur

Millenials Rising: The Next Great Generation. Von Neil Howe und William Strauss, Vintage 2000. 

Web

www.ffpress.net/Kunden/XER/Downloads/XER87000/XER87000.pdf




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