Leistungsbeurteilung

Zur Beurteilung der Leistung und des Arbeitsverhaltens hätte man gerne Methoden, die eine objektive Bewertung ermöglichen. Doch die Beurteilung der Leistung hat immer auch etwas mit dem Menschen selbst, seinen Gefühlen und seinem Antrieb zu tun. Wenn es auch notwendig ist, bei der Beurteilung sachliche Kriterien zu berücksichtigen, wird man schon bei der Bewertung der fachlichen Qualifikation in arge Not geraten. Auch die Beurteilung der Kompetenz kann nur subjektiv sein, weil die Bewertungsmaßstäbe willkürlich festgelegt worden sind und bereits subjektive Kriterien enthalten.


Beurteilung der Arbeitsleistung (Grundsätze)

siehe auch [wiki:Beurteilung][wiki:]

Fairness

 Fair beurteilen heißt:

- Rücksicht nehmen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter

- Gespräche mit Empathie führen

- Versprechen, Zusagen, Verabredungen einhalten

Fair kommunizieren im Beurteilungsgespräch bedeutet: Nicht verletzen, auf die Gefühle der Mitarbeiter Rücksicht nehmen, sich entschuldigen bei Regelverletzung. Fair kommunizieren heißt auch: Nicht jede Beobachtung gleich bewerten.

Gerechtigkeit

Jeder Mitarbeiter im Unternehmen möchte gerecht behandelt werden. Max Weber spricht von einem Grundbedürfnis nach Gerechtigkeit. Was aber ist eine „gerechte Beurteilung“? Ungerecht wäre jedenfalls, jemand willkürlich schlecht zu beurteilen, um ihm zu schaden, ihn zu demütigen oder klein zu machen.

Gerade im mittleren Management fehlt Führungskräften oft das unternehmerische Denken, der Mut zum Risiko und zum entschlossenen Handeln. Sie sind ängstlich, sichern sich nach allen Seiten ab, haben Bedenken und fragen bei jeder Kleinigkeit ihren Chef, als Rückversicherung, weil es ihnen am Mut fehlt, Verantwortung zu übernehmen.

Der nette Chef: Vorsicht! Wer als Chef immer nur nett ist, ist deshalb nachgiebig, weil er beliebt sein will oder Konflikte scheut, die er unweigerlich damit erzeugt, dass sein Verhalten Friktionen hervorruft, weil man es eben nicht allen recht machen kann.

Nach Aristoteles ist Mut zwischen den Extremen Feigheit und Tollkühnheit angesiedelt. Mut heißt, seinen eigenen Weg zu gehen, auch gegen Widerstände sein Ziel verfolgen, nicht fundamentalistisch, nicht dogmatisch, aber geradlinig, zu dem stehen, was man für richtig hält und keine faulen Kompromisse eingehen. Es gehört Mut dazu, seine eigene Meinung gegen Mehrheiten zu vertreten oder gegen seinen Chef, wenn man überzeugt ist, dass dies der richtige Weg ist.

Manche Chefs sind auch feige, schwachen Mitarbeitern zu sagen, dass ihre Leistungen mangelhaft sind und eine Trennung für beide Seiten der vernünftigere Weg wäre.

Literaturhinweis:

List, Karl-Heinz: Praxisbuch Personalmanagement in der Pflege, Berlin 2010




Leistungsbeurteilung
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